Robert Schumann (1810–1856)

Ouvertüre zu Manfred  op. 115 (1848–49)
Langsam – In leidenschaftlichem Tempo – Langsam

Konzert für Violoncello und Orchester a-moll op. 129 (1850)
I. Nicht zu schnell
II. Langsam
III. Sehr lebhaft


Pause

Robert Schumann

Symphonie Nr. 4 d-moll op. 120 (1841/51)
I. Ziemlich langsam – Lebhaft –
II. Romanze. Ziemlich langsam –
III. Scherzo. Lebhaft – Trio –
IV. Langsam – Lebhaft

Die Künstler:innen


Kian Soltani
Violoncello

Kian Soltani wurde im österreichischen Bregenz als Sohn einer persischen Musikerfamilie geboren und begann sein Cellostudium im Alter von zwölf Jahren bei Ivan Monighetti an der Musik-Akademie Basel. Er vervollständigte seine Ausbildung an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson und war außerdem Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung. Seit dem Gewinn des Ersten Preises beim Internationalen Paulo Cello Wettbewerb 2013 ist er als Solist und Kammermusiker international erfolgreich. Er trat u.a. mit dem Tonhalle-Orchester Zürich, der Staatskapelle Berlin, den Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem WDR Sinfonieorchester und der Accademia Nazionale di Santa Cecilia auf und gastierte bei den Festspielen in Salzburg, Luzern, Verbier, im Rheingau und bei den BBC Proms. In der aktuellen Saison gibt er Konzerte mit dem Mahler Chamber Orchestra sowie seine Debüts u.a. beim Orchestre National de France und beim Sydney Symphony Orchestra. Dem Pierre Boulez Saal ist er seit der Eröffnung eng verbunden. Gemeinsam mit Michael und Daniel Barenboim interpretierte er hier u.a. sämtliche Klaviertrios von Beethoven, die als Live-Mitschnitt veröffentlicht wurden. Seine Diskographie umfasst außerdem Werke für Cello und Klavier von Schubert, Schumann und dem persischen Komponisten Reza Vali, Klaviertrios von Tschaikowsky und Dvořák mit Lahav Shani und Renaud Capuçon sowie Dvořáks Cellokonzert mit Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin. Für sein Soloalbum Cello Unlimited erhielt er 2022 den Opus Klassik. Kian Soltani spielt das „London, ex Boccherini“-Stradivari als Leihgabe eines Spenders im Namen der Beares International Violin Society.

Mai 2026


Nabil Shehata
Musikalische Leitung

Geboren als Sohn deutsch-ägyptischer Eltern, begann Nabil Shehata seine musikalische Ausbildung als Kontrabassist und studierte an der Hochschule für Musik Würzburg bei Michinori Bunya und bei Esko Laine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Zahlreiche Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben folgten, darunter ein erster Preis sowie der Publikumspreis beim ARD-Musikwettbewerb in München. Von 2003 bis 2004 wirkte er als Solo-Kontrabassist der Staatskapelle Berlin, im Anschluss hatte er bis 2008 die gleiche Position bei den Berliner Philharmonikern inne. Mehr als zehn Jahre lang war er Solo-Kontrabassist des West-Eastern Divan Orchestra. Auf Anregung von Daniel Barenboim und anderen begann er 2006 seine Laufbahn als Dirigent, für die Rolf Reuter, Lawrence Foster und Christian Thielemann zu seinen Lehrern zählten. Gastengagements führten ihn seitdem zu renommierten Klangkörpern wie dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Münchner Rundfunkorchester, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz, dem Kyoto Symphony Orchestra sowie dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg. Nabil Shehata war mehrere Jahre Chefdirigent der Kammeroper München und leitete von 2019 bis 2024 in gleicher Funktion die Philharmonie Südwestfalen. Der Barenboim-Said Akademie ist er seit 2019 als Professor für Kontrabass eng verbunden; seit 2024 hat er die künstlerische Leitung des Akademieorchesters inne. Im Pierre Boulez Saal dirigierte er außerdem im Juni 2023 das Filasteen Young Musicians Orchestra.

Mai 2026


Orchester der Barenboim-Said Akademie

Das Orchester der Barenboim-Said Akademie wurde 2023 von Daniel Barenboim gegründet und gab im April desselben Jahres unter seiner Leitung mit Mozarts Sinfonia concertante und Schuberts Symphonie Nr. 3 im Pierre Boulez Saal sein öffentliches Debüt. Seitdem war das Ensemble dort regelmäßig u.a. mit Werken von Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Wagner, Schönberg und Prokofjew zu erleben. Das Orchester ist der Vision und Überzeugung von Maestro Barenboim und Edward W. Said verpflichtet, dass Musik und Denken untrennbar miteinander verbunden sind und künstlerische Qualität, kritisches Zuhören, Humanismus und intellektuelle Neugier erfordern. Seit 2024 ist Nabil Shehata künstlerischer Leiter des Orchesters. Der Dirigent und frühere Solobassist der Berliner Philharmoniker ist der Akademie seit 2019 als Professor eng verbunden. Im Mai 2026 gab das Orchester beim Internationalen Kammermusikfest in Verden sein erstes Konzert außerhalb der Akademie. Im November folgt ein Auftritt im Leipziger Gewandhaus anlässlich der Mendelssohn-Festtage.

Mai 2026

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