Mo., 27. April 2026, 18:30 Uhr

AKADEMIEFORUM: ROBIN QUINVILLE & CLAUDIA MAJOR

Podiumsdiskussion: Reimagining the Transatlantic Partnership

Pierre Boulez Saal - Mozart Auditorium

Reimagining the Transatlantic Partnership:
What a Strong Europe Means for the United States and Europe

Seit 80 Jahren bildet die transatlantische Allianz das Rückgrat einer regelbasierten internationalen Ordnung. Heute ist diese liberale Ordnung in Erosion begriffen – und die Vereinigten Staaten signalisieren zunehmend eine Abkehr vom Bekenntnis zu multilateralen Verpflichtungen und der institutionellen Führungsrolle, die bisher ihre globale Position definierten. Indem Washington verstärkt eine interessengeleitete, auf Transaktion ausgerichtete Haltung einnimmt, steht Europa an einem strategischen Wendepunkt. Wie sieht transatlantische Kooperation aus, wenn die alten Voraussetzungen nicht mehr gelten? Kann Europa ein autonomer Partner werden – und welches Modell von „global governance“ könnte die Rahmenbedingungen ersetzen, der derzeit in Auflösung begriffen sind?

Diese Veranstaltung bringt führende Außenpolitik-Expert:innen von beiden Seiten des Atlantiks zusammen, um diese Fragen zu erörtern und mögliche Wege für die transatlantische Partnerschaft aufzuzeigen: Robin Quinville ist ehemalige Direktorin des Global Europe Program am Wilson Center und ehemalige Chargé d’Affaires der US‑Mission in Deutschland; Claudia Major ist Senior Vice President für transatlantische Sicherheit beim German Marshall Fund of the United States.

Robin Quinville ist ehemalige Direktorin des Global Europe Program des Wilson Center. Sie war mehr als 30 Jahre lang als Diplomatin der USA tätig und vor allem in Europa im Einsatz – darunter bei zwei multilateralen Organisationen (OSZE und NATO) sowie in Auslandsvertretungen in Zypern, Bosnien und Herzegowina, Griechenland, Großbritannien und Deutschland. Außerdem verbrachte sie ein Jahr in Bagdad. In Washington leitete sie das Büro für westeuropäische Angelegenheiten des Außenministeriums und war ein Jahr lang als State Department Fellow des Wilson Center tätig. Ihr letzter Posten war als Chargé d'Affaires an der amerikanischen Botschaft in Berlin. Sie erwarb einen Masterabschluss in Internationalen Beziehungen an der University of Chicago und einen Bachelor in Politikwissenschaft am Smith College. Sie ist eine anerkannte Expertin für europäische Angelegenheiten, Bündnispolitik und transatlantische Zusammenarbeit.

Dr. Claudia Major ist eine deutsche Politikwissenschaftlerin und anerkannte Sicherheitsexpertin. Derzeit ist sie als Senior Vice President für transatlantische Sicherheit beim German Marshall Fund of the United States tätig. Ihre Forschungs- und Beratungstätigkeiten sowie ihre Veröffentlichungen konzentrieren sich auf die deutsche, europäische und transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die NATO, Abschreckung und nukleare Ordnung, die Rüstungsindustrie sowie die deutsch-französischen Beziehungen. Zuvor war sie Leiterin der Abteilung für Internationale Sicherheit bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), einer unabhängigen wissenschaftlichen Einrichtung in Berlin. Sie hatte zudem Positionen am Center for Security Studies der ETH Zürich, bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), am EU Institute for Security Studies in Paris, im NATO-Referat des Auswärtigen Amtes sowie an der Sciences Po Paris inne. Sie absolvierte ihr Studium an der Freien Universität Berlin und der Sciences Po Paris und promovierte an der Universität Birmingham.

In englischer Sprache
Mit einem musikalischen Beitrag von Studierenden der Barenboim-Said Akademie

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